Helfen Handelsabkommen kleinen oder großen Firmen?

Helfen Handelsabkommen kleinen oder großen Firmen?

Europäische Unternehmen exportieren jeden Tag Güter im Wert von hunderten Millionen Euro in die ganze Welt, von China bis Südamerika. Rund 80 % dieser exportierenden Firmen haben weniger als 250 Mitarbeiter. Insgesamt exportieren mehr als 600 000 kleine und mittelständische europäische Betriebe in Länder außerhalb der EU.

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Dabei müssen sie sich großen Herausforderungen stellen. Zölle und komplizierte Einfuhrbestimmungen verursachen Kosten, die kleinere Firmen nicht so einfach wie ihre größeren Wettbewerber aufbringen können. Eine Hauptaufgabe von EU-Handelsabkommen ist es, diese Hürden zu beseitigen, denn kleine exportorientierte Firmen wachsen durchschnittlich sieben Mal schneller als jene, die keine Exportaktivitäten betreiben.

Handelsabkommen helfen auch großen Unternehmen mit Sitz in der EU, mehr zu exportieren und die Rohstoffe zu importieren, die zur Herstellung ihrer Endprodukte benötigt werden. Zusätzlich zu großen europäischen Firmen beschäftigen in der EU ansässige Unternehmen in ausländischer Hand mehr als 7 Millionen Personen aus der Europäischen Union.

Große Unternehmen benötigen die Handelsabkommen nicht unbedingt, da sie auch ohne sie über die Ressourcen verfügen, neue, fremde Märkte zu erschließen. Deshalb sind es kleine Firmen, die proportional mehr von einfacheren Handelsbestimmungen profitieren können. Aus diesem Grund achtet die EU im Rahmen ihrer neuen Handelsstrategie bei der Verhandlung von Handelsabkommen vor allem auf Handelshindernisse für kleinere Unternehmen. Die Herausforderung ist es, Informationen über die Möglichkeiten, die durch Handelsabkommen geschaffen werden, bereitzustellen und kleinen Unternehmen bei deren Nutzung auch behilflich zu sein.

Studien der Welthandelsorganisation zeigen, dass es zumeist flinke kleine und mittlere Unternehmen sind, die am schnellsten die sich bietenden Möglichkeiten nutzen, wenn sich ein neuer Markt auftut.

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