Belgischer Kaffeeröster erwägt lokale Geschäftstätigkeit in der Demokratischen Republik Kongo

Belgischer Kaffeeröster erwägt lokale Geschäftstätigkeit in der Demokratischen Republik Kongo

OR Coffee wurde 2001 in der belgischen Region Flandern als Kaffeerösterei gegründet und später um ein Schulungszentrum und drei Espresso-Bars in den Städten Gent und Brüssel erweitert. Mit der Überzeugung, dass die besten Kaffeebohnen direkt vom Bauern kommen, entschieden sich die Firmengründer, ihre internationale Tätigkeit auszubauen und Kaffee unmittelbar aus erster Quelle zu beziehen. Handelsabkommen mit Ländern in Mittel- und Südamerika, unterzeichnet im Jahr 2012, erleichtern es europäischen Firmen, in dieser Region Handel zu betreiben. Exporteure aus diesen Ländern sind dabei verpflichtet, EU-Normen zu nachhaltigen Entwicklungskriterien wie Arbeitsbedingungen und Umweltschutz nachzukommen. Dadurch profitiert auch die Bevölkerung vor Ort von den Handelsabkommen.

OR kauft mittlerweile 70% seiner Bohnen direkt von Bauern und steht im Begriff, eine vierte Espresso-Bar zu öffnen. In Südamerika hat die Rösterei Partnerschaften mit Landwirten in Costa Rica. Die Kaffeebauern nehmen eine aktive Rolle in diesen Partnerschaften ein und sind weitaus mehr als nur Bohnenlieferanten. Das Unternehmen verfügt über ähnliche Vereinbarungen in Brasilien, Burundi und Ruanda. Die Handelsbeziehungen der EU mit diesen Ländern sind nicht so weit fortgeschritten wie die mit Mittelamerika, aber es bestehen Beziehungen, die Handel und Entwicklungsprojekte unterstützt haben. OR Coffee möchte seine Aktivitäten weiter in Länder wie die Demokratische Republik Kongo ausbauen, wo der Boden hervorragende Bedingungen für den Anbau von Kaffeebohnen höchster Qualität bietet. Kongolesischen Bauern fehlt jedoch oft das Wissen, um sicherzustellen, dass ihr Kaffee sein Potenzial erreicht. Dies, gepaart mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage und politischer Instabilität, macht die Kaffeeproduktion zu einer großen Herausforderung. OR versucht, Wissenslücken bei den Landwirten zu füllen und stabile Partnerschaften im Land zu schaffen. Für das Unternehmen würde ein EU-Handelsabkommen mit Kongo von unschätzbarem Wert sein, um ihr Geschäft weiter entwickeln und den kongolesischen Bauern helfen zu können, das Beste aus ihrem Kaffee zu machen.

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