Wie die EU gegen Dumping vorgeht

Wie die EU gegen Dumping vorgeht

Um Antidumpingmaßnahmen zu ergreifen, muss eine Untersuchung der Kommission zunächst ergeben, dass ein Exporteur ein Produkt in der EU unter dem Preis dessen verkauft, was der Erzeuger für das Produkt im Herstellungsland (Inlandsmarkt) verlangt (Dumping). Darüber hinaus muss die Kommission nachweisen, dass diese zu Dumpingpreisen angebotenen Produkte den europäischen Herstellern gleicher Produkte einen wirtschaftlichen Schaden zufügen. Um Maßnahmen zu ergreifen, muss die Kommission des Weiteren sichergehen, dass diese dem allgemeinen Interesse der EU nicht zuwiderlaufen. Die Kommission hat insgesamt 15 Monate Zeit, um eine Untersuchung abzuschließen. Ziel der Antidumping-Maßnahmen ist es, immer gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

Wenn es Beweise für unfaire Handelspraktiken gibt, hat die EU drei Arten von Strafzöllen, die sie dem Nicht-EU-Importeur für bis zu fünf Jahre auferlegen kann, abhängig vom Ergebnis weiterer Prüfungen:

1. Wertzoll - ein Prozentsatz des Einfuhrpreises. Dies ist die häufigste Maßnahme.

2. Spezifischer Zoll - ein fester Wert für eine bestimmte Warenmenge, z. 100 € pro Tonne eines Produkts.

3. Variabler Zoll - ein Mindesteinfuhrpreis (MIP). Importeure in der EU zahlen keinen Antidumpingzoll, wenn der Ausfuhrpreis des ausländischen Exporteurs in die EU gleich oder höher ist als der Mindesteinfuhrpreis.

Ein Mindesteinfuhrpreis soll nicht dazu dienen, die Preise festzulegen, sondern verhindern, dass Preise unter ein bestimmtes Mindestniveau fallen.

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