Innovation aus Stahl: Fester, beständiger und sauberer denn je

Innovation aus Stahl: Fester, beständiger und sauberer denn je

Laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl wird heute „für die Produktion einer Tonne Rohstahl 15 Prozent weniger Energie als noch vor 25 Jahren benötigt." Die Erwartungen an Stahlprodukte steigen jedoch und Eigenschaften wie eine erhöhte Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit führen wiederum dazu, dass Hersteller mehr Energie bei der Produktion aufwenden. Das Klima wird dadurch aber nicht belastet. Diese hohe Qualität macht deutschen Stahl zu einem weiten Exporterfolg. Denn „hochinnovativer Stahl kann, wenn er beispielsweise in der Automobilindustrie eingesetzt wird, in seiner Produktlebenszeit sechsmal soviel CO2 einsparen, wie bei der Produktion freigesetzt wurde“, erklärt Hans Jürgen Kerkhoff von der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Doch nicht nur was CO2 Emissionen betrifft liegt Stahl weit vorne, durch seine 100% Recyclingfähigkeit ist er ein nachhaltiger und energieeffizienter Rohstoff.

Das Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung rückt Stahl ebenfalls in den Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit internationalen Experten entwickelt das Institut Stahl mit knochenähnlichen Eigenschaften. Die neue Sorte soll Risse im Material verhindern, was bedeutet, dass dieser neue Stahl sehr ermüdungsresistent, und damit belastbarer, haltbarer – und vor allem sicherer ist. Solche Stahlerzeugnisse sind vor allem für den Verkehr interessant: Fortbewegung – ob im Auto, Zug, auf dem Schiff oder im Flugzeug – wird dadurch noch sicherer.

Auch die Infrastruktur profitiert von Innovationen: Im Oktober 2016 wurde zwischen Kassel und Eisenach an der Autobahn 44 eine feuerverzinkte Stahlbrücke eingeweiht. Sie hat eine Korrosionsschutzdauer von 100 Jahren, was bedeutet: Die Brücke muss erst im nächsten Jahrhundert gewartet werden, im Jahr 2116. Inzwischen gibt es deutschlandweit eine ganze Reihe solcher Brücken.

An Ideen mangelt es in Deutschland nicht. 2015 wurden in Deutschland etwa 4300 Stahlpatente angemeldet – knapp 12 Patente pro Tag.

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