Stahlindustrie: Wichtig für die europäische Wirtschaft

Stahlindustrie: Wichtig für die europäische Wirtschaft

Die Stahlindustrie ist ein wichtiger Sektor der europäischen Wirtschaft. Warmgewalzter Stahl wird in der Architektur, im Schiffbau, beim Bau von Gasbehältern, Druckbehältern und Energierohrleitungen eingesetzt. Stahl ist auch ein wichtiges Material für den Automobilsektor und alle angeschlossenen Branchen. Das bedeutet, dass Millionen von europäischen Arbeitsplätzen indirekt mit der Stahlindustrie verbunden sind.

Stahlwerke in Europa sind intelligenter, innovativ und modern geworden, um ihre Effizienz zu steigern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber Überproduktion und Subventionen in Drittländern wie China haben die Preise gedrückt. Stahlproduzenten weltweit haben darüber diskutiert, wie das Problem angegangen werden kann und die Europäische Union ist der Ansicht, dass Missstände auf multilateraler Ebene behandelt werden sollten, beispielsweise bei der Welthandelsorganisation.

Die drohenden US-Zölle gegen Stahl- und Aluminiumimporte bezeichnete EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström als "sehr unglückliche einseitige Maßnahme, die gegen die vereinbarten internationalen Regeln verstößt." Die EU fordert eine vollständige Ausnahmeregelung und weitere Gespräche, um etwaige Handelsstreitigkeiten mit den USA zu verringern.

"Wir halten diese Tarife für nicht WTO-konform; sie sind reiner Protektionismus ", sagte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die EU verhandle unter keinen Umständen unter Druck und unter Drohungen.

Gleichzeitig teilt die EU viele Bedenken der USA und Japans über Stahlüberkapazitäten, weshalb im März in Brüssel Dreier-Gespräche hierzu geführt wurden. Die EU hat zahlreiche Antidumping-Maßnahmen gegen chinesischen Stahl verhängt und die Europäische Kommission hat die Möglichkeit, WTO-Verfahren zur Verteidigung des EU-Stahlsektors einzuleiten, eingehend geprüft.

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