Was bedeuten EU-Handelsabkommen für die Landwirte in meinem Land?

Was bedeuten EU-Handelsabkommen für die Landwirte in meinem Land?

Handelsabkommen werden für EU-Landwirte immer bedeutender. 90 % des Anstiegs der weltweiten Nachfrage nach Lebensmitteln und Getränken in den kommenden 10 bis 15 Jahren werden außerhalb Europas erwartet.

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EU-Handelsabkommen können Landwirten dabei helfen, diese Zukunftsaussichten in Wachstum zu verwandeln, indem Zölle reduziert und Zollkontrollen beschleunigt werden.

Eine aktuelle Studie für die Europäische Kommission kam zu dem Schluss, dass gesteigerte Exporte infolge von EU-Handelsabkommen mit Mexiko, Südkorea und der Schweiz fast 20 000 Arbeitsplätze im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung in ganz Europa gesichert haben.

Parallel zur Senkung der Importsteuern durch andere Länder setzen Handelsabkommen auch neue Grenzen, wie viel von bestimmten Gütern nach Europa exportiert werden kann. Die EU hat kürzlich eine Analyse der wahrscheinlichen Auswirkungen von zwölf zukünftigen Abkommen in Auftrag gegeben. Die Verfasser sagten Gewinne für die Milchwirtschaft und den Schweinefleischsektor in der EU voraus und warnten vor möglichen Herausforderungen für die europäischen Rindfleisch- und Reisproduzenten.

Im Ergebnis wird die EU also ihre Politik der begrenzten Marktöffnung in sensiblen Branchen fortführen. Im jüngsten Abkommen mit Kanada wurde beispielsweise nur die zollfreie Einfuhr von 45 838 Tonnen Rindfleisch – dem Äquivalent von 0,6 % des EU-Gesamtverbrauchs – genehmigt, und auch diese Quote wird erst in den kommenden fünf Jahren stufenweise eingeführt.

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