Wofür brauchen wir Handelsabkommen?

Wofür brauchen wir Handelsabkommen?

Die EU schließt Handelsabkommen, um

  • Arbeitsplätze in der gesamten EU zu sichern und zu schaffen;  
  • EU-Firmen mehr Exporte zu ermöglichen und sich international dem Wettbewerb zu stellen;
  • Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz voranzubringen;
  • möglichst niedrige Verbraucherpreise sicherzustellen;
  • Investitionen aus dem Ausland anzuziehen.

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Es geht darum, Waren und Dienstleistungen günstiger über Grenzen zu transportieren, was Unternehmen in der EU die Beschaffung von Ausgangsrohstoffen für Produkte erleichtert, sodass sie ihre Endprodukte und Dienstleistungen günstiger anbieten und wettbewerbsfähiger auftreten können.

Das bedeutet auch, dass Konsumenten weniger bezahlen und eine größere Auswahl haben. Eine Erhöhung der Importe im Produktionssektor um 1 % führt zu einem Sinken der Durchschnittspreise um 3,6 %.

Der in Aussicht gestellte Handel ist für Handelspartner auch immer ein Anreiz, die eigenen Standards zu erhöhen. Armenien, Bolivien und die Mongolei gehören zu jenen Ländern, die einfacheren Zugang zum EU-Markt erhalten, dafür aber die Erzeugung gefährlicher Abfälle reduzieren, Arbeitsstandards verbessern und ihre Artenvielfalt schützen müssen.

Handelsabkommen können bilateral (zwischen zwei Partnern – z. B. der EU und Drittländern) oder multilateral (zwischen mehr als zwei Partnern) sein. Europäische Verhandlungsführer drängen bei der Welthandelsorganisation auf Gespräche, die so viele Länder wie möglich miteinbeziehen sollen. Eine angemessene Einigung braucht jedoch Zeit, deshalb bleiben bilaterale Abkommen weiterhin eine Priorität der EU.

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